Donnerstag, 1. November 2012

Brighton und London, Rockerstour

Schon ewig wollt ich da mal mit 2 Rädern hin... das Ace Cafe in London.



An kaum einem Ort findet man so herrlich schräge Typen, speziell wenn das alljährliche Ace Cafe Reunion stattfindet.
 
Aber beginnen wir von vorn. Spetember 2011, Stadtparkrennen in Hamburg. Der Organisator hat den Bogen des erträglichen nach Ansicht vieler Rockers eindeutig überspannt. Die häufige Terminüberschneidung zwischen dem Hamburger Stadtparkrennen und dem Ace Reunion ist damit eindeutig vom Tisch, die Septemberbespaßung für 2012 ist damit festgelegt... und es ist nicht das Stadtparkrennen.
 
Gleichzeitig steigt meine Lust, wieder mehr Motorrad auf der Straße zu fahren. Immer häufiger brachte mich meine innere Stimme beim Motorradrennfahren aus meiner eigenen Komfortzone. Ich glaube auf innere Stimmen sollte man hören. Entspanntes Reisen auf dem Moped wiederum reizt mich wieder mehr. Eine Frage des Alters ?
 
Egal. Der Plan steht, wir entscheiden uns, Brighton als Wochenend-Basis auszuwählen. Klassische Anreise mit dem Hänger bis Calais, weil sooo spannend ist die Strecke bis dahin auch nicht. 4:00 Uhr morgens losfahren, 11:30 da sein, ganz entspannt, unsere Fähre geht erst um 15:00 (oder so). Es soll ja Leude geben, die brauchen 2 Stunden länger ohne Hänger ;-)
 
Maddy (r.) und ich am Fähranleger-Parkplatz 
 (übrigens alle Bilder, die zumindest einigermassen aussehen, sind von ihm. Ich hatte mal wieder weder Talent, noch Kamera dabei) 

Horde Rockers wartet auf die Fähre:

Nach kurzer Überfahrt erscheint die Steilküste von Dover, zwangsläufig denke ich an "Quadrophenia"
    
In meinem Ohr klingt "The Who" und ich frage mich, ob ich damals Rocker oder Mod gewesen wäre. Ich glaube ich wäre für beides zu uncool gewesen. Mit 17 hatte ich nur Motocross im Kopf.
 
Die Rockers fahren von Dover nach London, Maddy und ich fahren an der Küste der Sonne entgegen, Richtung Brighton. Was für eine schöne und lockere Fahrt. Hätten wir eine Fähre früher bekommen, häte die Sonne nicht so geblendet.
 
Kleine Pause in Folkestone, wo ich zum ersten mal mit 14 war und kleinen Engländerinnen unter die Röcke geguckt habe.
 
Endlich angekommen, checken wir im New Madeira ein, ein in der Schwulenszene etabliertes Hotel, direkt am Madeira Drive vor dem Riesenrad und der Pier. Der Funky-Fish Club ist direkt unter uns, außerdem wird dieses Etablissement gern für Hen-Nights genutzt. Viele aufgeschlossene, albern gekleidete Damen da... sehr lustig. 
 
Blick von der Hotelterasse:

Alles in allem ein sehr nettes Hotel, nette und herzliche Leute, wenn man eine Bausubstanz erwartet, die ein vergleichbares deutsches Hotel bietet, wird man leicht enttäuscht sein. Wir taufen unsere Herberge liebevoll in "Dirty Rotten Madeira" und trinken Bier mit besoffenen Engländerinnen.
 

 
Morgen gehts zum "Ace", also ab in die Heia.
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Aufgewacht, die Sonne lacht.
 
ca. 130 km später, nach 2 Stunden netten Cruisen über ruhige alte Landstrassen und eineinhalb beschissenen Stunden Londoner Stadtverkehr sind wir da. 
 
 

Mopeds zum Niederknien stehen hier neben Mopeds zum Fremdschämen. Hier ein paar gute:


 

Drinnen dann ein Blick auf die Freaks:
 
 
Immer schön unauffällig fotografieren, damit man nichts aufs Maul bekommt.



 
 
Wieder draussen:

 
 
Rockn Roll:
 
 
und wieder "Quadrophenia"

 
Nett wars, ab zurück nach Brighton, vorher ein Abstecher ins Brooklands Museum (Tipp: Klasse Museum, man sollte versuchen möglichst deutlich vor 17:00 da anzukommen).
 
Dann zurück an die Pier, zu Burger und Bier... das reimt sich ja !
 
Am nächsten Morgen sehen wir die Welt durch etwas zusammengekniffene Augen. Der Kieselstrand eignet sich hervorragend für eine morgendliche Rast nach dem anstrengenden Frühstück.
 

 
Ab 10:00 füllt es sich wieder. Erstaunlich wie viele Scooter da sind.


 
Hatte ich das Wort "Quadrophenia" eigentlich schon benutzt ?
 
Diesmal aber ohne Haue, sondern in cooler Eintracht... Mods und Rocker
 
 
Yuppie-Harleys... aber sehr geschmackvoll und sehr schön gemacht !
 

 
Natürlich wieder Englisches Alteisen:
 
Luzifers Krankenfahrstuhl... auf dem Sitz klebt der einfache Hinweis: "You touch, You die"
 
Ach ja,
 
 
Elvis war auch da !


Nächstes Jahr kommen wir wieder. Vielleicht mit Vespa, vielleicht mit der alten DKW. Vielleicht auch mit ner Militär-Maico. Ob unsere Freunde von der Insel das lustig finden ?
 
Ich glaube diese Gestalten haben immer was zum lachen.
 
So long.   







Freitag, 18. Mai 2012

Scuderia Reloaded

...und bin so schlau als wie zuvor. Hatte ich im letzten Post noch die Nordschleife und Rundkurse auf eine Stufe gestellt ? Ich Trottel. Vielleicht war es rennfahrerische Unterzuckerung ? Ich meine richtige "Rennen" zu fahren, so mit Qualifying, Startaufstellung und Race... das ist schon geil und deutlich mehr Spass, als ein einfacher Trackday, wo auch immer.
Vielleicht liegt es an der Herausforderung, ein Resultat, ein Ergebnis zu erreichen, was den Scuderia Hanseat Lehrgang zusammen mit der Nordschleife zu etwas so besonderem macht.
wenn sich morgens die Sonne hinter dem Dorinth erhebt und kurze Zeit später die GP-Strecke mit all den schönen Fahrzeugen erhellt...
Prosamodus wieder aus ! Ich hab geschummelt. Das Bild ist vom 2. Lehrgangstag. Am Sonntag gab es nur freies Fahren auf der Regenlinie und der Montag morgen sah so aus :


und was ist ne Regenlinie ? Na ganz einfach, die Linie auf der man im Regen fährt. Da Gummiabrieb bekannterweise im trockenen gripfördernd und im nassen das Gegenteil ist, ist die Regenlinie halt woanders als die Ideallinie. Ist aber gar nicht so wild. Stellt Euch eine trockene Ideallinie vor, mit Einlenkpunkt, Scheitelpunkt und Auslenkpunkt. Auf dieser Linie herrscht im nassen kein Grip. Man fährt also einen halben bis 1 Meter weiter innen an, lenkt aber noch etwas später als sonst ein und kreuzt die Ideallinie kurz. Dann fährt man alles etwa einen halben bis einen Meter weiter außen und damit auch etwas runder und lässt den Scheitelpunkt ebenfalls neben sich. Durch das rundere fahren kreuze ich die Ideallinie kurz vor dem eigentlichen Auslenkpunkt und bleibe wiederum einen halben Meter vom Randstein entfernt. Klingt kompliziert ? Ist es aber eigentlich gar nicht. (OK, liebe Rennfahrer und Regenspezialisten, ich weiß, dies ist nur eine sehr vereinfachte und bestimmt unvollständige Beschreibung, aber ich glaube für den Einstieg akzeptabel, oder ?). Mein persönliches Empfinden ist, daß man die richtigen Reifen vorausgesetzt erstaunlichen Grip vorfindet, und im Gegansatz dazu auf der Ideallinie erstaunlich wenig Grip herrscht.
Hier ein Video zur Veranschaulichung.



Leider liegt der Filmbereich außerhalb des Wischbereiches und man kann nur sehr wenig sehen, dennoch zeigt der Film recht anschaulich, wie man die Nordschleife im Regen fahren kann.

Ich bin abgeschweift, sorry.
Scuderia Hanseat ! Letztes Jahr fiel der Frühjahrslehrgang ins Wasser, weil sich Scuderia und Nürburgring Automotive nicht einigen konnten. Was man von der NAG halten soll, überlasse ich mal der eigenen Fantasie, andere Veranstalter haben trotz der NAG-Pappnasen Lösungen für Ihre Kunden schaffen können. Aber nun das positive: Man hat die Zeit für einen Neustart genutzt und das alte Konzept gründlich überprüft. Viel gutes ist geblieben, insbesondere die persönliche Betreuung durch die Coaches und das Socializing untereinander. Was neu ist: 1. Erheblich mehr freies Fahren ! 2. Die alte Scuderia-Hanseat Linie wurde endlich entrümpelt. Diese Linie war vor 50 Jahren toll und damals sicher die richtige. Heute gibt es bessere Linien, sowohl für Rennfahrer, als auch für normale Sportfahrer. 

Was macht es nun aus, daß dieser Lehrgang so viel Freude macht ?
Erstklassige Instruktoren:



wunderschöne Fahrzeuge:



sogar in der WRC-Version:





Dazu noch echte Freaks, vor allem in Gruppe 2 ;-)







Und dann noch der sportliche Anspruch. Ich persönlich genieße die Nordschleife mit jedem Atemzug den ich dort bin, aber es geht um Ehrgeiz. Es geht um Perfektion (der man sich allenfalls annähern kann). Es geht um die persönliche Weiterentwicklung.
Ich habe die letzten 4 Jahre mit demselben Fahrzeug eine gemeinsame Entwicklung durchgemacht. Ich war 2008 erstaunt, wie deutlich und wie kritisch ein Instruktor meinen Fahrstil im Sektionstraining bewertet. Dies hat mir die Augen geöffnet, wie viel besser man noch werden kann, obwohl sich ja in unserem Lande jeder für einen ausgezeichneten Autofahrer hält. Ich habe dieses Jahr von den Instruktoren erstaunlich gute Kommentare erhalten. Mein eigenes Gefühl, mit den hoRSt zusammengewachsen zu sein wurde bestätigt. "Das ist bestimmt schwierig, dieses Fahrzeug zu beherrschen" sagte mir ein Instruktor. "Nein" muß ich antworten, wir beide sind mittlerweile zusammengewachsen. Ich spüre z.B. wie positiv sich die Gewichtskur von ca. 100kg auf die Straßenreifen ausgewirkt hat. So sehr, daß ich die Cupreifen trotz Trockenheit gar nicht vermisst habe.
 
Lehrgangsfazit: Anscheinend berechtigtes Lob ! Für meinen Persönlichkeitsstil genau das richtige, wie Sancerre, Tegernseer Hell , eine leidenschaftliche Umarmung meiner Kinder, oder das Einschlafen nach dem Sex mit meiner wundervollen Frau.

Jetzt heisst es Konzentration, weil das wichtigste kommt noch. Die Prüfung. Es ist der Wahnsinn, wie nervös plötzlich alle werden vor Ehrgeiz. Und das meine ich im positiven Sinne.

 
man hockt zusammen und palavert unglaublich wichtiges Zeug. Ob das Wetter hält ? Ob ich die Reifen auf der GP-Strecke ausreichend auf Temperatur bekomme ? usw usw.
Beim Sektionstraining und beim freien Fahren habe ich auch immer wieder mal bei einem Durchgang verkackt. Wird es mir gelingen, eine Runde lang konzentriert die Linie gut zu treffen ? Am besten man sieht zu, daß man in der Nähe seines maximalen Speeds fährt, es wird ebenfalls bewertet, ob man sein Fahrzeug an der Grenze beherrscht.

Dann also los:



Gut gegangen ! Gutes Gefühl, ein paar Ecken halb verrissen z.B.Eschbach, eigentlich meine Lieblingkurve (stimmts Kurt ?), sonst aber gut die Scheitelpunkte getroffen, Augangs die ganze Strecke ausgenutzt (nicht ganz geglückt in der Kallenhard). Aber durchaus gelungen würde ich sagen...

nun ja... würde ich sagen. Und was sagen die Instruktoren ? Egal, jetzt erstmal schnell zum Pflanzgarten fahren und die Winners Group ansehen. Die armen Säue starten bei strömendem Regen, dem wir gerade noch entgangen sind.

Los Gaby, mach sie fertig !

Es ist schwer zu beschreiben, wie es danach so abgeht. Treffen am Pflanzgarten, nervöses Gequatsche, cool wie der orange M3 der Winners Group durch den Pflanzgarten driftet !!!
Dann zur Pistenklause und bei Kaffee und Kuchen das erste Feedback von unseren Coaches bekommen. Manfred meint, in seiner Sektion waren wir die beste Gruppe. Ich fange an das zu glauben. Siggi, Christian, Joachim, Kurt, (Barna sowieso, aber der mußte mit techn. Defekt abbrechen), alles echt guuute Fahrer. Die Winners Group Fahrer sind sauer wegen des Wetters, wär ich auch glaube ich.
Insgesamt aber gelöste Stimmung, immer noch Anspannung, denn die Siegerehrung gibts erst zum Abschlußdinner.
 
Heimlich male ich mir einen Gruppensieg aus, lief doch alles gut, fühlte sich gut an. Dann die Ergebnisse der Gruppe 2:  3. Platz bei den Routiniers bin ich geworden und bin minimal enttäuscht. Vor mir sind Siggi und Michael (den ich den ganzen Lehrgang über nur dezent wahrgenommen habe... tja, ist halt kein Großmaul). Alles ist zufrieden, dann kommt die Gesamtwertung. Bei den Sportfahrern waren wir auch schon gut mit dabei, jetzt plötzlich ist Christian (in unserer Gruppe nicht unter den ersten drei) auf dem 5. Platz ! Heißt das etwa... heißt das etwa... dass die ersten drei der Gruppe 2 unter den ersten 4 sind ???
YES !
Ich bin 4. ! Jetzt werden auch die Punkte vergeben. 188 !!! Fehlen nur 2 Punkte zur Winnersgroup.
Das war mehr als ich erwartet habe !
Und Gaby ? Die hat ihren eigenen Blog, in dem Sie uns erzählen wird, wie sie uns alle naßgemacht hat.
Ich schließe mit dem allseits beliebten Witz:

Was hat zwei Daumen, ein Auge und f.... wie ein Weltmeister ?















Mittwoch, 18. April 2012

Rundkurs oder NOS ?

Jetzt stecke ich in der Sinnkrise. Der hoRSt ist auf 1300 kg abgespeckt und scharrt mit den Hufen, die Nordschleife wieder zu rocken.

Die Umbauten machen meinen treuen Begleiter immer lauter und unkomfortabler, aber auf dem Track hoffentlich immer performanter.


Gerade rechtzeitig haben wir es geschafft, das Auto zum Auftaktrennen des Bördesprint Cups fertig zu bekommen. Der langen Rede kurzer Sinn ist folgender: Die Rennstreckenperformance in Oschersleben ist ein Stück weit unter meinen Erwartungen. Bei aller Bescheidenheit habe ich mit Rundenzeiten gerechntet, die 3-4 Sekunden unter dem liegen, was ich geschafft habe.

Als erstes muß natürlich der Fahrer aufs Korn genommen werden. Bin ich tatsächlich der Engpass ? Nun, mit dem Motorrad, welches auch nur bescheidene 110 PS hat, umrunde ich Oschersleben in ca. 1:42 min. Damit bin ich in meiner Motorradklasse im vorderen Mittelfeld. Also ganz talentlos bin ich sicher nicht. Mit dem hoRSt habe ich aber am 24. März nicht schneller als 1:51,5 fahren können.

Im direkten Vergleich mit den Cup Lupos, Fiestas, und Supercopas merke ich doch deutlich, daß mein Leistungsgewicht kein Problem ist. Fast alle Fahrzeuge die im Rennen bis zu 5 Sekunden schneller fahren können, haben auf der Geraden keine Chance gegen den hoRSt. Aber jede Kurve die länger ist als ein Knick, also die Hotelkurve, die Hasseröder, die Tripel, Turn 4 zeigen den Reifen und dem Fahrwerk seine Grenzen auf. Auf dieser Strecke wird man schnell durch Kurvenspeed. Da ist es natürlich die absolute Masse, von 1300 kg zu weniger als 900 kg. Dann auch noch auf Semis gegen Slicks. Dann auch mit Sturzwerten von -2 statt -3 bis -4 Grad.

Kleiner Einwurf: Vom 12. bis 15.4. wollte ich eigentlich auf dem Laustzring sein und mit LaMonica die Motorradrennsaison einläuten. Am Mittwoch dann meine Entscheidung, daß ich Freitag und den halben Donnerstag nicht frei machen kann. Immer dier Stress ;-)
Noch am selben Tag sprang mich der Hinweis an, daß ja auch ein eintägiges Rennen in Oschi stattfindet. Kurzer Anruf bei Matz, ob er meinen Wagen bis Samstag wieder mit Bremsen ausstatten kann... Ja, kein Problem. Neue Beläge werden direkt geliefert.
Sascha hätte auch Zeit, Maddy nimmt ihn mit, wir gehen Samstag abend gemütlich in die Hotelbar und kippen etwas Weißburgunder. So der Plan. Am Samstag morgen fahre ich also zu MVL und schau mal wie es aussieht. Matz dreht gerade die vorderen Bremsscheiben etwas ab, die Beläge sind noch nicht gekommen. Mist, die sollten doch schon am Freitag da sein.
Die Wartezeit nutze ich, um endlich die RS Türtafeln mit den niedlichen kleinen blauen Öffnerschlaufen zu montieren. Klappte ganz gut, mittags alles fertig.

Und die Bremsbeläge ? Keine Sendunggsnummer, keine Rückverfolgung möglcih. Alle möglichen Werkstätten am Samstag mittag (!) angerufen, natürlich ging keiner ran. Eine Lange Odyssee schickte mich von Kayhude nach Barsbüttel, da lagen noch Beläge...aber nur die vorderen. Es kam der Moment wo wir uns darauf einstellten, dass der Streß es nicht wert sei, ein zweitägiges Männergrillen bei sturmfreier Bude in Hamburg ist ja auch nicht übel.
Dann ruft Matz an, die Beläge sind bei ihm zuhause angeliefert worden ! Also kann es doch losgehen. Als ich wieder in Kayhude ankomme steht der hoRSt bereits fertig auf der Bühne....
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und springt nicht an. Fuuuuuuuuuck ! Das Tomtom Kabel hatte an der Batterie gelutscht. Also ein Booster Pack aus der Nachbarwerkstatt geliehen und es konnte losgehen. Ab nach Haus, Sachen einpacken und nach Oschi.
Auf Höhe Hannover kam mir dann der Gedanke, daß es an diesem Wochenende nichts ohne Widerstand gibt. Fetter Stau wegen Brückenarbeiten und hirnloser Umleiterei. Angekommen lohnte sich das Warten auf die Abnahme nicht mehr, bis Feierabend für die Kommissare war. Müßte ja sowieso ein Selbstgänger sein.

Der Abend im Hotel ist nett wie immer, diesmal mit Maddy und Sascha die schwersten Entscheidungen sind :
Schnitzel oder Steakpfanne Racing ?
Weißburgunder oder Bier ?
Bei mir war es Schnitzel und Weißburgunder, nur mal so am Rande.

Sonntag, 6:45, ich stehe bei der Abnahme, die um 7:00 aufmacht, 5 Leute vor mir. Um 7:20 bin ich dran. Erster Mangel: TÜV abgelaufen (2 Wochen), Reifendimensionen vorn nicht eingetragen (TÜV-Fehler beim Import 2008).. alles nicht so schlimm, aber pingelig sind sie heute schon.
"Dann lösen Sie doch bitte nochmal die Not-Aus Einrichtung aus." Der Motor läuft, ich zieh am Hebel, der Motor läuft immer noch !!!!!!!!!!!!!!!!
Falsch verdrahtet, ich fahr das Ding seit 2 Jahren spazieren und habe es nie getestet, ich Ochse ! Die Werkstatt von damals hat die Masse getrennt, was falsch ist. So darf ich nicht fahren. Anstatt jetzt mit Maddy und Sascha zu frühstücken hocke ich vor dem Auto und überlege was ich machen kann. Ich erbettel mir etwas Hilfe bei sehr coolen Jungs im Fahrerlager und ein freundlicher Herr der Horst heißt, modifiziert mir die Elektrik, so daß es funktioniert. 5 Minuten vor der Fahrerbesprechung bekomme ich den ersehnten Aufkleber.

Ohne Frühstück, aber dennoch erleichtert gehts dann ins freie Training. Nach 2 Runden sehe ich das:

Vollbild anzeigen





WTF ???

Öldruck: OK
Temperatur: OK
Lenkverhalten: OK
Rauchentwicklung ? No

Was ist los ?? "Ihr Transponder ist zu hoch montiert, wir erhalten keine Rundenzeiten von Ihnen"

Aha. Vor 2 Wochen war an der Position alles in Ordnung. Kleiner Umbau vor dem Zeittraining. Dennoch, das Ding geht nur sporadisch. Ich werde mit einer gemssenen Rundenzeit von 2:00 auf dem 25. Platz einsortiert. Harrys Laptimer hat mir 1:51er gemeldet, damit wäre ich 9. gewesen.
Egal, gewinnen kann ich da sowieso nicht, weil ich in der Carrera Cup Klasse einsortiert bin.


Man sieht, daß das Rennen fahren hier großen Spass macht. Es gibt keine übertriebene Härte, jeder versucht sein Fahrzeug ganz zu halten.


Und noch ein paar Bilder:


Immer dieser Streß !



Dies war nach dem Start des 2. Rennens. Ich konnte am Start ganz rechts, voll durchbeschleunigen und habe locker 10 Plätze gutgemacht. Danach hingen mir der RX7 und der Cup-Lupo wie Hummeln am Arsch, weil meine Reifen noch überhaupt keinen Grip hatten. Hasseröder, Tripel, Turn 4, Schikane, mann hab ich mich nach der Gegengeraden gesehnt.


Beste Rundenzeit war 1:50, Rennfahren macht Spass. Die 1:50 fällt beim nächsten Mal, rein aus Prestigegründen. Dies bringt uns zum Ende und zur Ausgangsfrage:

Rundkurs oder Nordschleife ?

BEIDES !

Der hoRSt hat sich wacker geschlagen. Die voll zugedrehte Dämpfung hat auf dem Rundkurs besser funktioniert, ich werd höchstens noch mal mit 225er Cups vorne experimentieren, ansonsten bleibt die Abstimmung wie sie ist. 
Ich freu mich schon auf die Nordschleife ! 
Kommentare sehr willkommen.