An kaum einem Ort findet man so herrlich schräge Typen, speziell wenn das alljährliche Ace Cafe Reunion stattfindet.
Aber beginnen wir von vorn. Spetember 2011, Stadtparkrennen in Hamburg. Der Organisator hat den Bogen des erträglichen nach Ansicht vieler Rockers eindeutig überspannt. Die häufige Terminüberschneidung zwischen dem Hamburger Stadtparkrennen und dem Ace Reunion ist damit eindeutig vom Tisch, die Septemberbespaßung für 2012 ist damit festgelegt... und es ist nicht das Stadtparkrennen.
Gleichzeitig steigt meine Lust, wieder mehr Motorrad auf der Straße zu fahren. Immer häufiger brachte mich meine innere Stimme beim Motorradrennfahren aus meiner eigenen Komfortzone. Ich glaube auf innere Stimmen sollte man hören. Entspanntes Reisen auf dem Moped wiederum reizt mich wieder mehr. Eine Frage des Alters ?
Egal. Der Plan steht, wir entscheiden uns, Brighton als Wochenend-Basis auszuwählen. Klassische Anreise mit dem Hänger bis Calais, weil sooo spannend ist die Strecke bis dahin auch nicht. 4:00 Uhr morgens losfahren, 11:30 da sein, ganz entspannt, unsere Fähre geht erst um 15:00 (oder so). Es soll ja Leude geben, die brauchen 2 Stunden länger ohne Hänger ;-)
Maddy (r.) und ich am Fähranleger-Parkplatz
(übrigens alle Bilder, die zumindest einigermassen aussehen, sind von ihm. Ich hatte mal wieder weder Talent, noch Kamera dabei)
Horde Rockers wartet auf die Fähre:
Nach kurzer Überfahrt erscheint die Steilküste von Dover, zwangsläufig denke ich an "Quadrophenia"
In meinem Ohr klingt "The Who" und ich frage mich, ob ich damals Rocker oder Mod gewesen wäre. Ich glaube ich wäre für beides zu uncool gewesen. Mit 17 hatte ich nur Motocross im Kopf.
Die Rockers fahren von Dover nach London, Maddy und ich fahren an der Küste der Sonne entgegen, Richtung Brighton. Was für eine schöne und lockere Fahrt. Hätten wir eine Fähre früher bekommen, häte die Sonne nicht so geblendet.
Kleine Pause in Folkestone, wo ich zum ersten mal mit 14 war und kleinen Engländerinnen unter die Röcke geguckt habe.
Endlich angekommen, checken wir im New Madeira ein, ein in der Schwulenszene etabliertes Hotel, direkt am Madeira Drive vor dem Riesenrad und der Pier. Der Funky-Fish Club ist direkt unter uns, außerdem wird dieses Etablissement gern für Hen-Nights genutzt. Viele aufgeschlossene, albern gekleidete Damen da... sehr lustig.
Blick von der Hotelterasse:
Alles in allem ein sehr nettes Hotel, nette und herzliche Leute, wenn man eine Bausubstanz erwartet, die ein vergleichbares deutsches Hotel bietet, wird man leicht enttäuscht sein. Wir taufen unsere Herberge liebevoll in "Dirty Rotten Madeira" und trinken Bier mit besoffenen Engländerinnen.
Morgen gehts zum "Ace", also ab in die Heia.
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Aufgewacht, die Sonne lacht.
ca. 130 km später, nach 2 Stunden netten Cruisen über ruhige alte Landstrassen und eineinhalb beschissenen Stunden Londoner Stadtverkehr sind wir da.
Mopeds zum Niederknien stehen hier neben Mopeds zum Fremdschämen. Hier ein paar gute:
Drinnen dann ein Blick auf die Freaks:
Immer schön unauffällig fotografieren, damit man nichts aufs Maul bekommt.
Wieder draussen:
Rockn Roll:
und wieder "Quadrophenia"
Nett wars, ab zurück nach Brighton, vorher ein Abstecher ins Brooklands Museum (Tipp: Klasse Museum, man sollte versuchen möglichst deutlich vor 17:00 da anzukommen).
Dann zurück an die Pier, zu Burger und Bier... das reimt sich ja !
Am nächsten Morgen sehen wir die Welt durch etwas zusammengekniffene Augen. Der Kieselstrand eignet sich hervorragend für eine morgendliche Rast nach dem anstrengenden Frühstück.
Ab 10:00 füllt es sich wieder. Erstaunlich wie viele Scooter da sind.
Hatte ich das Wort "Quadrophenia" eigentlich schon benutzt ?
Diesmal aber ohne Haue, sondern in cooler Eintracht... Mods und Rocker
Yuppie-Harleys... aber sehr geschmackvoll und sehr schön gemacht !
Natürlich wieder Englisches Alteisen:
Luzifers Krankenfahrstuhl... auf dem Sitz klebt der einfache Hinweis: "You touch, You die"
Ach ja,
Elvis war auch da !
Nächstes Jahr kommen wir wieder. Vielleicht mit Vespa, vielleicht mit der alten DKW. Vielleicht auch mit ner Militär-Maico. Ob unsere Freunde von der Insel das lustig finden ?
Ich glaube diese Gestalten haben immer was zum lachen.
So long.




Mit einer Vespa? Da komm ich mit. Deine Photos werden immer schöner. Klingt nach einem Traum trip.
AntwortenLöschenOder äh, kann ich mir das nochmal überlegen mit der Vespa?
AntwortenLöschenAha... in weniger als 4 1/2 Stunden bekommt das Fräulein kalte Füsse. Du bist herzlich willkommen, allerdings darfst Du dann keine besondere fahrdynamik erwarten. Die DKW hat ganze 4 PS und schafft im gestreckten Galopp gerade mal 80.
AntwortenLöschen"Meine" Bilder werden leider nicht immer schöner. Ich geb das Lob an Maddy weiter.
zieh dir rein die anreise wär auf zwei rädern angegangen worden, mit guzzi einzylinder und nortorious wackelgaser. mit den fehlzündungen hätten wir auf dem weg über holland und belgien nach krankreich auch ohne maiko erinnerungen geweckt, nur eben viel langsamer.
AntwortenLöschennaechstes mal concorde statt britkaraokeplüschpakithai.